Impfung macht dem Immunsystem Beine

TRAININGSEFFEKT Mit dem Immunsystem, also der körpereigenen Abwehr, verfügt unser Körper über einen komplexen Schutzmechanismus gegen Kranheitserreger wie Bakterien und Viren. Eine Impfung bereitet das Immunsystem also auf den Ernstfall vor.
Bei einer Impfung wird das Immunsystem wid mit einem vorher unbekannten Krankheitserreger konfrontiert. Auf diese Weise trainiert, kann es bei einer echten Infektion schnell und erfolgreich eingreifen und eine Erkrankung abwenden. Forscher der Uniklinik Charité Berlin haben nun entdeckt, dass bestiommte Moleküle, die nur von lebenden Erregern gebildet werden, vom Immunsystem erkannt werden und daraufhin eine schützende Immunantwort auslösen. Anders als bei Tot- impfstoffen enthalten Lebendimpfstoffe Mikroben mit aktivem Stoffwechsel, über den diverse Moleküle produziert werden. Eines davon ist die Ribonukleinsäure (RNA), die in der Immunzelle eine molekulare Kettenreaktion auslöst, an deren Ende eine starke Antikörperbildung gegen den Erreger steht. Der Unterschied zwischen den Abwehrreaktionen auf tote oder lebende Impfstoffe besteht darin, dass die RNA lebender Erreger durch das Immunsystem erkannt wird und in der Folge über diese Reaktionen in den einzelnen Immunzellen die schützenden Immunreaktionen auslöst. Impfen in Österreich Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Errungenschaften der modernen Medizin. Geimpfte sind im Regelfall vor der entsprechenden Krankheit geschützt. Krankheiten, die nur von Mensch zu Mensch übertragen werden, können bei einer anhaltend hohen Durchimpfungsrate nahezu eliminiert werden. Vor Erreichen dieser hohen Durchimpfungsrate werden Infektionen bei nicht Geimpften zwar seltener, aber die Erkrankungen ereignen sich oft erst in höherem Alter und können deshalb schwerer verlaufen. Laut UN-Konvention (20. November 1989) haben Kinder das Recht auf beste Gesundheitsversorgung und laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO sollte jeder Arztkontakt dazu genutzt werden, zu prüfen, ob die empfohlenen Impfungen durchgeführt worden sind. In Österreich sieht der Impfplan in den ersten beiden Lebensjahren Impfungen gegen den Rotavirus, Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Poliomyelitis (Kinderlähmung), Haemophilus influenzae B, Hepatitis B, Pneumokokken, Masern, Mumps und Röteln vor. Diese empfohlenen Impfungen sind kostenfrei. Zwischen dem 10. und 13. Lebensjahr kommen noch Impfungen gegen Meningokokken ACMY und Humane Papillomaviren dazu.