Frauen sind eben doch von der Venus ...-
 

Frauen sind eben doch von der Venus ...

SEIT 1987 findet am 28. Mai der „Internationale Aktionstag für Frauengesundheit” (International Day of Action for Women’s Health) statt.
Ins Leben gerufen wurde er im Rahmen der Internationalen Konferenz für Frauenrechte in San José (Costa Rica).
Unter dem Motto „Our health, our rights, our lives” unterstützen seit der Gründung 1987 weltweit zahlreiche Menschen- und Frauenrechtsorganisationen diesen Aktionstag, um auf die Bedeutung der psychischen und physischen Gesundheit, aber auch auf die Gewalt an und Unterdrückung von Frauen aufmerksam zu machen.

Medizin ist nicht geschlechtsneutral
Ob Diagnosen, Verordnungen, Therapien oder Operationen: Das Geschlecht der Erkrankten macht immer noch einen Unterschied.
Dass etwa Herzinfarkte eher Männern zugeschrieben wurden, führte über Jahrzehnte hinweg dazu, dass bei Frauen der Infarkt oft nicht erkannt wurde.
Schon die medizinische Forschung weist eine geschlechtsbezogene Schieflage auf.

Eigentlich sollten Arzneimittelstudien an Testpersonen durchgeführt werden, die die Zielgruppe des Präparates möglichst genau abbilden.
Genau dies geschieht aber häufig nicht, denn Frauen sind in klinischen Anwendungsstudien immer noch stark unterrepräsentiert.
Nur rund ein Drittel der auswertbaren Ergebnisse stamme von Frauen, etwa weil Schwangere von vielen Versuchen ausgeschlossen sind.
Zur mangelhaften Studienlage kommen Vorurteile über vermeintlich typisch „weibliche“ Eigenschaften, die dann oftmals anders betrachtet wurden und werden als typisch „männliche“ Eigenschaften.
Die Frage, welche gesundheitlichen Folgeschäden und gesellschaftlichen Kosten sich aus dieser Situation im Detail ergeben, ist leider noch gar nicht zu beantworten.
Es wird nämlich kaum darüber geforscht.