Fast ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Kein Wunder, dass wir langfristig auch gesundheitlich darunter leiden, wenn wir schlecht oder zu wenig schlafen.
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Schlafstörungen

Zwischen 6 und 8 Stunden liegt normalerweise die ideale Schlafenszeit, sie kann aber individuell stark differieren.
Ein Säugling verschläft ungefähr 16 Stunden des Tages, Kleinkinder brauchen noch 11 bis 13 Stunden und Jugendliche etwa 9 Stunden. Nach dem 50. Lebensjahr kann das Schlafbedürfnis oft auch unter 6 Stunden sinken.

GESUNDER SCHLAF
ist wichtig für die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden. Er wirkt den heutigen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, psychische Leiden, mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder Rückenproblemen entgegen. Der Körper braucht den Schlaf, um sich zu erholen. Ein unausgeschlafener Mensch ist unkonzentrierter, gereizter und fehleranfälliger - egal ob in der Schule, im Alltagsleben oder am Arbeitsplatz. Wer schlecht oder zu wenig schläft, wird langfristig zwangsläufig krank.

GERADE IN DER APOTHEKE haben wir eine Vielzahl an Tipps und Hilfen für einen gesunden Schlaf- von pflanzlichen Tees (z.B. Orangenblüten), Badezusätzen (Lavendel oder Melisse), Tinkturen oder Tropfen aus Baldrian, Melisse, Hopfen, Extrakte der Traubensilberkerzen bis zum mit Lavendelöl getränkten Taschentuch unter dem Polster. Bringen Phytopharmaka keine Verbesserung, gibt es Antihistaminika ohne Suchtpotential als Alternativen.

AM WICHTIGSTEN: nehmen Sie Streit, berufliche oder private Sorgen möglichst nicht mit ins Bett. Musik, Entspannungsübungen, Verwöhn-Massagen durch den Partner, Meditation und vieles mehr kann helfen. Nehmen Sie sich einfach Zeit für den Übergang vom Alltag zum Schlafen.

  • Ideal ist im Schlafzimmer eine Temperatur von 16° bis 18° und etwa 50% Luftfeuchtigkeit. Ein offenes Fenster sorgt für ausreichend Frischluft. Auf jeden Fall sollten Sie aber vor dem Schlafengehen ausreichend lüften, wenn etwa Verkehrslärm stören würde, denn eine ruhige Umgebung ist ebenfalls Voraussetzung für einen guten Schlaf.
  • Dunkeln Sie den Schlafraum ab, denn Licht signalisiert dem Körper, dass es Tag ist.
  • Wechseln Sie regelmäßig die Matratze (mindestens alle 10 Jahre), sie nimmt jede Nacht bis zu einem Liter Schweiß auf. Die Unterlage sollte gerade richtig hart sein, damit die Wirbelsäule in der Früh nicht schmerzt.
  • Finden Sie Ihre individuelle Schlafdauer (Mittagsschlaf mitzählen). Auch eine zu lange Schlafdauer kann zu Problemen führen.
  • Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind. Es hilft aber auch, wenn Sie täglich zur gleichen Zeit ins Bett gehen.
  • Weder mit leerem, noch zu vollem Magen schlafen gehen.
  • Wenige Stunden vor dem Schlafengehen keinen anstrengenden Sport betreiben, aber ein Abendspaziergang ist durchaus empfehlenswert.
  • Ein warmes Bad mit Melisse- oder Lavendelöl steigert aufgrund der höheren Körpertemperatur die Einschlafbereitschaft. Ist es sehr heiß, dann kann eine kühle (nicht zu kalte) Dusche für ein besseres Einschlafen sorgen, weil sie die ohnehin hohe Körpertemperatur absenkt.
  • Am Abend nicht zu viel trinken, denn Harndrang ist ein starker Weckreiz.
Falls Sie trotz all dieser Hinweise und Tipps nicht einschlafen oder durchschlafen können, sollten Sie nicht zögern und dieses Problem mit Ihrem Arzt besprechen.