Zucker und der Diabetes


von Mag. Zöchling Erich


Zucker ist der Treibstoff für Diszipinlosigkeit. Der Stoffwechsel ist bald am Limit. Wie kann ich ihm helfen, um nicht schwerer an Diabetes zu erkranken.
Zucker verwöhnt den Gaumen. Einmal probiert bleibt er ewig in Erinnerung. Und wie alles Verführerische haftet auch dem Zucker dann und wann etwas Schadhaftes an.

Unser Organismus benötigt keine Süßung

Unser Haushaltszucker (Saccharose) ist in der Nahrungskette nur als Quelle der Süßkraft etabliert und mit Stärke 1 belegt.  Synthetische Süßungsmittel wie Cyclamat (50fach), Saccharin (300fach), Aspartam (500fach) oder gar Thaumatin (3000fache Süßkraft) werden von der Leber als Xenobiotikum zur Ausscheidung vorbereitet. Sie dienen nur zum Süßen.
Saccharide ist der chemische, Kohlenhydrate der biochemische Sammelbegriff für Zucker.
Glucose als Baustein der  Kohlenhydrate ist im Haushaltszucker, also alles was süß schmeckt und in Stärke, alles was aus Mehl erzeugt wird, enthalten. Verschiedene Gemüsesorten sind ebenfalls Stärkelieferanten (Bohnen) und die süßen Früchte (zB. Zwetschken, Trauben) und deren Säfte, wenn auch natürlich, sind für Diabetiker ohnehin tabu.
Unser Stoffwechsel kann aus Glucose sehr schnell Energie erzeugen, ob für Konzentration, Verdauung oder Bewegung. Und um immer Energie zur Verfügung zu stellen, hat unser Organismus Speicherplätze eingerichtet (Muskeln, Leber), die mit Hilfe von Insulin befüllt werden.
Ist die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse erschöpft oder gestört, oder wirkt Insulin nicht (Insulin-resistenz), schwimmt zu viel Glucose im Blut, dann heißt die Diagnose Diabetes.
Übrigens schaden die synthetischen Süßungsmittel unseren Darmbakterien, besonders jenen, die für die Schleimhautproduktion und Darmperistaltik zuständig sind und Stoffwechselprodukte fürs Gehirn liefern (Migräne)

Glucose und Diabetes-Bild: iStock
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Glucose und Diabetes

Glucose, als kleinste Einheit der Kohlenhydrate hat in unserem Organismus wichtige Funktionen. Aus diesem Molekül gewinnen wir Energie für Muskel, Stoffwechsel- oder Hirntätigkeit. Eine weitere Aufgabe ist die Glykosilierung von Stoffen, die ausgeschieden werden müssen. Glucose ist stark wasserbindend. Durch die Anlagerung eines Zuckermoleküls wird „Müll“ (zB Arzneistoffe) im Blut wasserlöslich und verlässt bei der besten Gelegenheit über die Niere unseren Körper. Also muss genügend Glucose spontan zur Verfügung stehen. Ist zuviel Glucose im Blut, glykosiliert Glucose auch notwendige Bestandteile, vor allem die roten Blutkörperchen, woran Diabetiker im Besonderen leiden. Einmal verzuckert sind diese steif wie Geldrollen und können nicht mehr durch die kleinen Gefäße. Entsprechende Organe wie Auge, Niere, Prostata, Füße bekommen zuwenig Sauerstoff, Gewebe stirbt ab und dann spricht man von Spätfolgen der Zuckerkrankheit.
Die roten Blutkörperchen werden innerhalb von sechs  Wochen erneuert, eine vernünftige Lebensweise kann also die Sünden vergessen machen. Nur eine dauerhafte Belastung rächt sich, meist ohne Vorwarnung.
Man kann eine dauerhafte Zuckerbelastung messen, die „verzuckerten“ roten Blutkörperchen spiegeln den Zuckerstress von 6 Wochen wieder. Man bestimmt den „Langzeitzucker“ – HbA1c, der im Gesunden unter 6%, und bei Diabetiker nicht viel über 7% liegen soll.
Die Krankenkasse bezahlt diese Messung 4x jährlich und wird beim Arzt durchgeführt.
Die Apotheke Traisenpark bietet ebenfalls eine Langzeitzuckermessung innerhalb sechs Minuten um € 15,90

Insulin, dein Feind und Helfer

Für eine ausgewogene Menge Glucose im Blut wacht ein effizientes System. Einerseits wird Glucose nach der Nahrungsaufnahme mit Hilfe Insulin zu einem Speichermolekül verbunden, andererseits wird daraus, wenn benötigt wieder Glucose gewonnen. Muskuläre Tätigkeit verbraucht Glucose (ATP) und wie ein Sog wird dadurch automatisch Glucose in den Muskel befördert, Bewegung spart daher  Insulin.
Da Glucose schädlicher ist als Fett, sorgt Insulin neben der Einlagerung in den Muskel dafür, dass Fett zur Energiegewinnung nicht heran-gezogen wird, solange Glucose im Blut ist. Im Gegenzug fördert Insulin die Fettzellenproduktion, um den Fetten eine Herberge zu geben, die nicht in Energie umgewandelt wurden.
Daher sorgt Glucose mit Hilfe Insulin, für die Fetteinlagerung und somit für den „Schwimmreifen“. Das ist der Hintergrund, warum Süßes „fett“ macht.
Wir schließen den Kreis und resümieren: Widerstand gegen das Süße und Disziplin und Disziplin und...

…wenn er nur wehtun würde…-

…wenn er nur wehtun würde…

Diabetes tut nicht weh, erst die Folgeerscheinungen, und die sind irreparabel.
Solche Begleit- und Folgeerscheinungen sind Sehschwäche, Pilzerkrankungen, Nervenerkrankungen, Durchblutungsstörungen, verzögerte Wundheilung u.e.m.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht sind diese Erkrankungen zwar ursächlich durch Diabetes erklärbar, aber durch Mikronährstoffe oft zu verhindern oder zu verringern.
Die Insulinproduktion braucht Magnesium, Kalium, Mangan und Zink. Die muskuläre Aufnahme von Glucose in die Zelle benötigt Chrom und Magnesium. Für die Energiegewinnung in den Mitochondrien sind schließlich die B-Vitamine verantwortlich. Ist nur einer der erwähnten Mikronährstoffe in unserem Körper mangelhaft, ist die Zucker-verbrennung eingeschränkt und der Diabetiker neigt vermehrt zu den erwähnten Begleiterkrankungen.
Unvollständig verwertete Glucose führt zu Bruchstücken, die als Säuren anfallen. Daher sind Pilzerkrankungen nicht eine unmittelbare Folge des Diabetes, sondern des sauren Milieus.
Auch die Sehschwäche kann durch Vitamin B-Komplex vermindert werden.
Diabetikern mangelt es an Insulin bzw. an der Produktionsleistung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Magnesium- und Kaliummangel verstärkt diese Problematik, wie auch die Durchblutungsstörungen. Das
Spurenelement Zink wiederum spielt eine Rolle bei den Reparaturenzymen von Haut und Schleimhäute, wie auch bei der Insulinsynthese.
Die alpha-Liponsäure als starkes Antioxidans ist bei Neuropathien (Nervenerkrankungen) hilfreich.
Damit stellt sich die Frage, ob Begleit- und Folgeerscheinungen des Diabetes nicht auch durch ein Ungleichgewicht von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vermehrt entstehen.
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